
Great Show. - Lange musste man warten, bis es endlich Queer as folk auch bei uns im TV gab und dann musste man bis um kurz vor 0:00 warten um die Serie zu sehen. Kein Wunder also das diese Serie einen einsamen tot gestorben ist. Während dessen The L Word einiges mehr an Werbung bekommen hat, gab es für die Schwulen-Serie so gut wie nichts. Aber das kann man ja verstehen, küssende Frauen sind eben interessanter - für manche. Aber nun zurück zu Queer as folk. Die erste Staffel bringt uns viel Witz, etwas Tragik, chaotische Charaktere und eine recht Interessante Storyline. Dabei geht es neben Freundschaft, um Liebe, Eifersucht, Kinderwunsch bei Lesben, Coming Out, das erste Mal (in jeglicher Hinsicht) und natürlich um Sex. Was mir persönlich bei der ersten Staffel aufgefallen ist (nachdem ich die anderen schon gesehen habe), dass es mit Abstand die lustiges und witzigste Staffel ist. Das liegt aber nicht daran, dass die Serie danach langweilig wird sondern das es einfach ernste Themen (AIDS, Tot, Drogen) im Vordergrund stehen. Dennoch gibt es immer wieder ein paar Lacher. Es wäre sowieso traurig, wenn sich die Charaktere im laufe der Jahre nicht weiter entwickeln würden.Die Aufmachung der DVD-Box ist kurz gesagt - hässlich bzw. es wurden Lustlos ein paar Bilder zusammen geklatscht. Nachdem ich die Importe gesehen habe, erhoffte ich mir schon eine Aufmachung in dieser Art (vor allem Extras). Natürlich war mir klar, dass es keine Digipack von WB geben wird aber wenigstens ein schöneres Cover. Dazu ist das Menü ein normales Standbild und dieses ist mit einer Musikschleife unterlegt. Das einzige Positiv an dieser Box ist, dass im Episoden-Menü die einzelnen Namen der Folgen vorhanden sind. Das ist bei den nächsten Staffeln nicht der Fall. Das schlimmste an diesem Set ist schon wie bei Charmed, dass es keine Extras gibt. In der heutigen Zeit ist das eigentlich ziemlich selten. Ich persönlich gebe der Serie 5 Sterne aber die Aufmachung sowie die fehlenden Extras trüben die Freude über die Serie schon etwas. Daher gibt es nur knappe 4 Sterne.
Momentaufnahmen - Perfekt!! Diese Serie sollte jeder ansehen,der an tiefgründigen Dialogen und Momentaufnahmen interessiert ist. Und damit meine ich Žnicht die Sexszenen. Sondern die Charaktäre und die Schauspieler. RESPEKT. Da kommt L-word nicht mit.
Welcome to Babylon! - Eines gleich vorweg - und das ist wirklich wichtig: Bitte diese Serie unbedingt auf Englisch anschauen! So, dann beginnen wir also mit der Lobeshymne. Jede Generation hat ihre Vorbilder und jedes Jahrzehnt hat ihre Serie. Ohne übertreiben zu wollen, Queer as folk könnte sich um diesen Rang bewerben. Zu komisch und tragisch sind die Geschichten von Brian, Michael & Co. Zu sehr gehen sie ans Herz, zu mitreißend ist die Auswahl an Musik. Zu wirklich die Gefühle, die man beim Anschauen empfindet. Zu schön die Freundschaften, die in der Serie dargestellt werden. So soll Fernsehen sein. Berührend, menschlich, echt. Ein Applaus für die Produktionsfirma Showtime und das ganze Team!!!!
Endlich etwas neues - Hier gibt es die männliche Variante zu Sex in the City. Das Leben spielt zwar nicht New York, doch vielseitiger hätte es auch dort nicht sein können. Wir haben die Möglichkeit am Leben von 5 Freunden teilzuhaben, die eben mit Männer ihren Sex haben. Auf recht beeindruckende Weise wird hier mit dem ein oder anderen Vorurteil aufgeräumt und man erkennt dass man für manche Belange im Leben offener sein sollte. Super Serie, die leider nur im Nachtprogramm ( Wen wundert es - dass es wieder Pro 7 war )zu sehen war.
Problematisch - Als Geburtstagsgeschenk für meinen Bruder geplant, entfalteten sich rund um Queer as folk mehr Probleme, als ich erwartet hatte. Durch den sehr freien Umgang mit dem Thema Sex und der sehr bildhaften Darstellung des selben hatten meine Eltern beide das Gefühl, einen besseren Porno zu sehen. Für sie war es unmöglich, diese Serie unvoreingenommen zu beurteilen, ein Problem, was wohl bei konservativen oder älteren Menschen häufiger auftreten wird. Man braucht also schon ein bisschen freigeist, um sich mit der Serien anzufreunden.Hat man diesen, so kann man mit Fug und Recht sagen, dass Queer as folk nette Unterhaltung auf neuem Grund bietet.Ja, die Serie ist ziemlich erotisch - doch genau das macht sie auch so authentisch. Überspitzt wird die Szene mit all ihren Schwächen, mit den Drogen und der Sexbesessenheit gezeigt, und wirkt deswegen glaubhaft. Obwohl der eigentliche Protagonist, Michael, mir persönlich nicht unbedingt am besten gefiel, sind alle Charaktere liebenswert und sehr sympathisch, selbst wenn sie, wie Brian, gut darin sind, ihre guten Seiten zu verstecken. Man sieht erstaunliche, wenn auch schauspielerisch nicht immer 100% klischeefreie, Charakterentwicklungen, die dem Zuschauer die Emanzipation des Schwulen halbwegs glaubwürdig erklären.Das Wichtigste aber ist die Faszination - einmal dabei kommt man nicht mehr los.Queer as folk fesselt, trotz der Übertreibungen, trotz der teilweise sehr starken Einseitigkeit.Einen Punkt aber muss ich abziehen, weil die Polarisierung mir einfach zu groß war.Die liebesbedürftigen Lesben, die drogenkonsumierenden, sexbesessenen Schwulen, die keine feste Bindung eingehen, die tägliche Routine im Babylon - das war mir, um ehrlich zu sein, ein bisschen zu stereotyp. Die Dialoge scheinen manchmal, vor allem in der Übersetzung, etwas gezwungen - für mich eine durchaus gute, unterhaltende Serie, aber kein absolut Realitätenspiegel homosexueller Szenenkultur.