
Eigenartig geschraubt und langweilig - Nachdem die Rezensionen den Film Lost & Delirious recht überschwänglich gelobt haben, habe ich ihn mir mit meiner Frau angesehen und war doch recht enttäuscht davon...Alle Rollen sind recht platt geschrieben:Mary - die Erzählerin - schildert sich selbst als Eisblock der nie gelacht hat und schwärmt gleichzeitig von ihrer tollen Mutter die leider tot ist. Wie dieser Widerspruch aufzulösen ist und was in Mary vorgeht, wird dem Zuseher vorenthalten.Pauline wird durch die Abweisung von Tory sehr verletzt, aber statt ihrer Gefühle bekommt man nur Shakespeare zitiert.Tori nennt Pauline ihre große Liebe, lässt sich aber gleich in der ersten Nacht von ihrem neuen Freund vögeln, weil ihre konservativen Eltern keine Lesbe als Tochter wollen. - Wohl aber dass die Tochter Sex mit irgendwelchen Jungs im Wald hat?Dann gibt es einen geheimnisvollen Gärtner, der bis auf Dackelblicke nichts gescheites zu vermelden hat.Und noch die Leiterin von der angedeutet wird, dass sie in ihrer Jugend eine traumatische (lesbische?) Jugendliebe durchlebt hat, aber darauf nicht tiefer eingegangen wird.Wären da nicht die schönen Bilder und die poetischen Zitate, so müsste man den Film NULL Sterne geben.Ästhetisch ist der Film durchwegs, leider halt auch langweilig und ungemein seicht...
Hilfe! Ein Teenager-Melodram. - Ich finde, mit 41 bin ich, die diesen Film aufgrund der fantastischen Kritiken kaufte, definitiv zu alt, um den Film als Erstseherin entsprechend würdigen zu können. Hilfe - 13-Jährige im Minirock deklamieren pathetisch Shakespeare. Fehlte nur noch, daß Robin Williams um die Ecke schießt. Mädchen wie Paulie ritzen sich heute die Handgelenke und erhalten die Diagnose Borderline-Störung. 2 Sterne, weil es wirklich um tiefe Gefühle geht, und weil mich die gütige ältere Lehrerin beeindruckt hat. So eine Bezugsperson in der Nähe, und es gibt allen Grund, das Leben mit seinenHöhen und Tiefen weiter zu wagen.
Warum 5 Sterne? - Warum 1 Stern? - Beim Stöbern in der DVD Auswahl sind die abgegebenen Rezensionen oft ganz hilfreich. Anzahl und Streuung der Rezensionen sind ganz gute Richtwerte. Auf diesen Film wurde ich aufmerksam weil die Bewertungen so unterschiedlich sind (5 Sterne oder 1 Stern). Man könnte glauben die Verfasser der Bewertungen haben nicht den gleichen Film gesehen. Also Film besorgt um sich eigenes Urteil zu bilden. Die eigene Meinung noch offen nach beiden Richtungen. Nun habe ich in mir angesehen. W a h n s i n n !!!! (Eine glatte 5 Sternewertung!)Der Film ist überwältigend! Die Handlung die Bilder die Musik die schauspielerische Leistung die Dramaturgie (manche Szenen gehen total unter die Haut)Aber das faszinierenste an diesem Film ist, es gelingt scheinbar mühelos und a b s o l u t glaubhaft die moralischen Hürden der Gleichgeschlechterliebe zu überwinden und fühlt direkt selbst den Herzschmerz einer Ersten Großen Liebe. Ich bin männlich 53 Jahre alt und seit 31 Jahren glücklich verheiratet und erinnerte mich nach diesem Film an meine Erste Große unerfüllte Liebe als 15 jähriger.Kann nun die Rezensionen verstehen wo geschrieben wurde: Der Film hat sie tagelang beschäftigt. Mir geht es ebenso.Der Film hat alles aber wirklich alles was ein gefühlvoller in die Tiefe der Seele gehender Film braucht. Nur eines hat er nicht - vordergründige Erotik (Sex). Ich glaube das ist hauptsächlich der Grund für eine schlechte Bewertung des Filmes. Denn wenn man einen erotisch stimmulierenden Film sucht, sollte man auf KEINEN FALL diesen Film kaufen. Für alle anderen aber, die gefühlvolles innerlich aufrührendes Kino suchen ist dieser Film ein M U S S!
Lost und Delirious - Sehr Guter Film Ein sehr Abenteuerlicher,und Hertz ergreifend. Spannung bist zum Schluss. Kann ihn nur sehr empfehlen und zu Kaufen.
Die Nähe des Liebenden zur Poesie. - Ihr Vater und ihre Stiefmutter bringen Mary Bradford in ein Internat in Neuengland. Sie soll sich ein Zimmer mit Tory und Pauline teilen. Tory ist ein hübsches junges Mädchen aus konservativem Haus und Pauline ist die Intellektuelle. Den ersten Schritt zu auf Mary macht Pauline und das Eis ist schnell gebrochen. Zwar bleibt Mary wegen ihrer Zurückhaltung zunächst bei den anderen die Neue, aber der Kontakt zu Pauline und Tory ist dafür persönlicher. Als Pauline und Tory von Torys jüngerer Schwester im Bett erwischt werden, tritt eine Wendung ein. Aus Angst vor Restriktionen distanziert sich Tory von Pauline und sucht den Kontakt zu jungen Männern. Pauline, die in Tory verliebt ist, ist verzweifelt. Ihre Zurückgewinnungsversuche sind originell, aber zum Scheitern verurteilt. Pauline wählt als letzte Konsequenz den Freitod.Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel der neuen Mitkommilitonin Mary erzählt. Die nicht erlaubte Liebe zwischen Tory und Pauline wird geächtet und sanktioniert. Tory passt sich fortan an und Pauline bleibt auf der Strecke. Ein feines, auf Tiefgang wertlegendes Melodram.